Die Kapelle am Muiren

In den Jahren 1634 bis 1636 wütete die Pest. Der Volksmund erzählt, dass damals die Serfauser Bevölkerung bis auf sieben Ehepaare ausgestorben sei und dass sieben Jahre lang ein Großteil der Felder nicht mehr bebaut werden konnte. Das ist sicher übertrieben, jedoch dürfte damals in der Tat die Bevölkerung stark dezimiert worden sein. Genaue Angaben lassen sich nicht feststellen, da die Sterbebücher der Pfarre Serfaus erst später einsetzen. Aus vielen Orten ist bekannt, dass zu dieser Zeit fahrende Gesellen als Totengräber angestellt wurden, weil sich Einheimische für diesen Dienst nicht mehr zur Verfügung stellten. Neben der Hauskrankenpflege gab es damals bereits eine öffentliche Krankenpflege. So wurde in Prutz schon im 14. Jahrhundert ein Spital errichtet. Es diente mittellosen und kranken Menschen oder armen Pilgern und fahrendem Volk. Denkmäler erinnern an den „Schwarzen Tod", so die Pestkapelle in Serfaus auf dem Muirenhügel. Sie wurde von der Serfauser Bevölkerung zu Ehren der Heiligen Sebastian, Rochus und Finnin errichtet und 1637 geweiht. Sie ist in spätgotischem Stil erbaut. Der Altar ist eine Arbeit des Prutzer Bildhauers Adam Payr.

Lourdes Kapelle

Die Grotte steht auf dem sogenannten Fanabühel. Der Name weist zurück in die vorchristliche Zeit, in der die ersten Siedler an dieser Stelle ein Heiligtum hatten. In christlicher Zeit wurde am „Fanabüchl" ein Kreuz aufgestellt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde dann dort eine Kapelle gebaut, sie wurde 1904 restauriert und in eine Lourdeskapelle umgewandelt. Der Name Fana bedeutet soviel wie Mulde, Wanne, was den örtlichen Gegebenheiten auch voll entspricht.

Komperdell Kapelle

In einer Gemeinschaftsarbeit zwischen der Sektion Köln, Serfausern, Freunden und Gästen von Serfaus wurde im Jahre 1975 in der Nähe des Kölner Hauses eine Bergkapelle errichtet. Sie soll den beiden Viehpatronen Leonhard und Wendelin geweiht werden. Besondere Erwähnung verdient der Altar. Er hat einen aus grünlichem Naturstein gemauerten Sockel, der einen Halbbaum als Altartisch trägt. Am Schluss dieses Kapitels sei noch auf die zahlreichen Wegkreuze, Bildstöcke und Marterln hingewiesen, denen der Wanderer auf den zahlreichen Wegen begegnen kann. Auch sie sind ein Zeichen tiefer Gläubigkeit, von Verbundenheit zwischen Lebenden und Vorfahren.

Familien-Lichter-Kapelle

Familien-Lichter-Kapelle am Högsee

Die Familien-Lichter-Kapelle befindet sich direkt am Hög See und ist im Zuge der Bauarbeiten für das Areal Hög entstanden.

Text: Tourismusverband Serfaus & HJA Wuppertal